Sozialpartnerschaft als kontingente Konstellation
Jürgen Kädtler | 2024
Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Verhältnis der Konzepte des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Sozialpartnerschaft. Letztgenanntes ist in der Arbeits- und Industriesoziologie lange vor allem als ideologisches Konstrukt kritisiert worden, hat sich aber als analytische Kategorie – von normativen Aufladungen befreit – bewährt. Sozialpartnerschaft beschreibt eine historisch-spezifische Konstellation von Institutionen (betriebliche Mitbestimmung, Tarifautonomie) und Akteuren (Arbeitgeber, Gewerkschaften, Staat) industrieller Beziehungen, die sich im Nachkriegsdeutschland unter kontingenten Bedingungen her-ausgebildet hat und dauerhaft das deutsche Wirtschafts- und Sozialsystem prägte. Wesentliche Bestandsbedingungen dieser Konstellation sind inzwischen entfallen oder fragwürdig geworden, sodass es heute nicht mehr möglich ist, die Arbeitsgesellschaft als Ganzes als sozialpartnerschaftlich organisierte zu beschreiben.
Publikationen
- Publikationsdatum
- 19.06.2024
- Sprache
- German
- Reihe
- FGZ Schriftenreihe
- Fachrichtung(en)
- Soziologie (oeffnet in neuem Fenster)
- Zielgruppe
- Wissenschaft (oeffnet in neuem Fenster)
- Empfohlene Zitierweise
- Kädtler, Jürgen. 2024. Sozialpartnerschaft als kontingente Konstellation. In: Arbeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Konzepte, Themen, Analysen, hg. von Berthold Vogel und Harald Wolf, 303–309. Gesellschaftlicher Zusammenhalt 8. Frankfurt: Campus, 19.06.2024. url: https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/soziologie/arbeit_und_gesellschaftlicher_zusammenhalt-18001.html.
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