Gesellschaftliche Radikalisierung in Form einer Radikalisierungsspirale – und wie man mit ihr umgehen könnte

Gert Pickel, Susanne Pickel, Cemal Öztürk, Verena Schneider und Michael Kiefer  | 2025

Immer mehr hat sich in den letzten Jahren in der Radikalisierungsforschung der Gedanke festgesetzt, dass Radikalisierungsprozesse nicht vollständig unabhängig von anderen Gruppen stattfinden. Der vorliegende Artikel nimmt diesen Gedanken auf, konzipiert das Modell einer Radikalisierungsspirale und prüft es empirisch für die Wechselwirkungen zwischen islamistischer und rechtsextremer Radikalisierung. So wie die Ergebnisse die Existenz einer Radikalisierungsspirale zwischen diesen beiden Gruppen weitgehend stützen, wird auch deutlich, dass Radikalisierung bereits in den Einstellungen beginnen. Sie stellen eine notwendige Grundlage fortschreitender Radikalisierung dar, ohne dass es sich dabei um einen Automatismus handelt. Antisemitismus und die Ablehnung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt wirken auf beiden Seiten der Radikalisierungsspirale als Triebkraft.

Erscheinungsdatum
17.04.2025
Sprache
Deutsch
Publikationsart
Zeitschriftenaufsatz
Fachrichtung
Zielgruppe
Empfohlene Zitierweise
Gert Pickel, Susanne Pickel, Cemal Öztürk, Verena Schneider, und Michael Kiefer. 2025. Gesellschaftliche Radikalisierung in Form einer Radikalisierungsspirale – und wie man mit ihr umgehen könnte. Budrich Journal 1: 5–37.

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