Gabriel Tarde
Christian Helge Peters | 2022
Gabriel Tardes Soziologie bildet eine Alternative zur Soziologie Émile Durkheims; ihr liegt ein anderes Verständnis des Sozialen zugrunde. Für Tarde wird das Soziale durch Mikroprozesse der Nachahmung gebildet, die sich durch Begierden und Überzeugungen zwischen Individuen ausbreiten. Tarde konzipiert das Soziale ausgehend von Nachahmungen, Verkettungen präindividueller Ereignisse, Logiken der Affektion und Ansteckung sowie einer flachen Ontologie, in der unterschiedliche Entitäten das Soziale ausmachen. Damit grenzt er sich u. a. von solchen Ansätzen ab, die das Soziale ausgehend vom Handeln menschlicher Akteure konstruieren bzw. dieses auf emergente Strukturen rückführen.
Date
04.11.2022
Sprache
German
Fachrichtung(en)
Zielgruppe
Quellen
Peters, Christian Helge. 2022. Gabriel Tarde. In: Handbuch Theorien der Soziologie, hg. von Heike Delitz, Julian Müller und Robert Seyfert. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden, 2022. doi: 10.1007/978-3-658-31744-7.
Beteiligte FGZ-Autoren
Arbeitspakete
HAL_F_05
FGZ
Halle
Gesellschaftlicher Zusammenhalt und gute Arbeit: Studie zur Erforschung der Effekte von guter Arbeit und Selbstwirksamkeitserfahrungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, differenziert nach Lohn- und Betriebsmobilität guter und schlechter Betriebe
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