Prof. Dr. Dirk van Laak
Standort Leipzig

Prof. Dr. Dirk van Laak

Stellvertretender Sprecher Teilinstitut Leipzig, Mitglied im Ausschuss Innovation und Strategie, Projektleiter

Kurzprofil

Prof. Dr. Dirk van Laak ist Professor für die Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts an der Universität Leipzig und dort in Großforschungsvorhaben wie den SFB 1199 eingebunden. Von 2007 bis 2016 war er Professor für Zeitgeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er forscht zur deutschen, europäischen und Globalisierungsgeschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts, zur Geschichte des Kolonialismus und der Infrastrukturen. Weitere Schwerpunkte sind die Geistes- und Intellektuellengeschichte sowie die Grenzbereiche zwischen Geschichte und Literatur. Gegenwärtig gelten seine Forschungen der Geschichte des Eigentums sowie des Erbens und Vererbens, der Geschichte des Eisernen Vorhangs, des Anschlusses bzw. Ausschlusses durch Infrastrukturen und der o.a. Frage des widerstreitenden Verhältnisses zwischen Autonomisierung und Zusammenhalt.

Was interessiert mich am Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Mich interessiert an gesellschaftlichem Zusammenhalt, dass ein Großteil der historischen Trends in den vergangenen zwei Jahrhunderten – jedenfalls in den Gesellschaften des „Westens“ – eher in eine Gegenrichtung weisen: fortlaufend gestärkt wurde nicht der Zusammenhalt, sondern die Autonomie des Individuums. Aus anderer Warte wurde dieser Befund immer wieder beklagt, als eine „Krise“ empfunden und durch – politisch oft hochproblematische – Maßnahmen zur Bildung neuer „Gemeinschaften“ bekämpft. Diese Dialektik sollte meines Erachtens im Zentrum des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt stehen.

Forschungsprojekte

LEI_F_12
Kohäsion in der Krise. Empirische und intellektuelle Diagnosen eines ­prekären gesellschaftlichen Zusammenhalts in Europa seit 1945
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