Claudia Spezzano
Referentin für Wissenstransfer
Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist kein Status quo, sondern ein Prozess, der täglich neu gestaltet wird und an dem wir in einer arbeitsteiligen, hoch vernetzten Gesellschaft zwangsläufig partizipieren– bewusst oder unbewusst. Vergleichbar zu sprachlichen Systemen funktionieren demokratische Gesellschaftssysteme auch deshalb, weil sich eine Mehrheit ihrer Träger*innenInnen immer wieder aktiv für sie entscheidet. Mich interessiert die Frage, wie wir die unbewussten Anteile dieser Entscheidungen minimieren und die bewussten Entscheidungen für oder gegen einzelne Strukturen und Praktiken stärken können. Vermittlung und Kommunikation können dabei Räume eröffnen, in denen wir nicht nur verstehen, sondern auch aushandeln können, wie wir zusammen leben wollen.