Räume gegen Eskalation 4 - Trauma

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Berlin

Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe, deren Ziel es ist, nach dem 7. Oktober 2023 und der danach einsetzenden Zerstörung des Gaza-Streifens der auch hierzulande zu beobachtenden Polarisierung entgegenzuwirken.

Seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7.10.2023 und der danach einsetzenden Zerstörung des Gaza-Streifens durch die israelische Armee spitzt sich die Lage in Nahost immer weiter zu. Auch hierzulande hat sich eine Eskalationsdynamik entwickelt, wobei sich häufig eine „pro-israelische“ und eine „pro-palästinensische“ Seite gegenüberstehen. Wechselseitige Vorwürfe von Antisemitismus und Rassismus erschweren gemeinsame Räume für Austausch, das voneinander Lernen und den Perspektivwechsel.

Es braucht aber diese Räume. Sie sind wichtig, um der Eskalation entgegenzuwirken. Entsprechend verstehen wir Räume gegen Eskalation als eine Intervention: Wir wollen Gelegenheiten schaffen, um miteinander ins Gespräch zu kommen, kontrovers und solidarisch. Dabei werden wir verschiedene Themen diskutieren, die aber miteinander zusammenhängen. Bei der vierten Veranstaltung wird es um Traumata gehen: Welche Rolle spielen historische wie gegenwärtige traumatische Erfahrungen für Juden*Jüdinnen und Palästinenser*innen? Inwiefern bestimmen Traumata auch die spezifische Debattenlage in Deutschland? Handelt es sich bei der viel diskutierten Staatsräson womöglich um eine Instrumentalisierung des Trauma-Komplexes? Welche Räume „jüdischer“ und „palästinensischer“ Trauer bleiben für Menschen in Deutschland, wenn deren Trauer für politische Zwecke instrumentalisiert oder unsichtbar wird? Und schließlich: Ließen sich über die wechselseitige Anerkennung unterschiedlicher Traumata und Lebensrealitäten solidarische Verbindungen und Allianzen herstellen?

Veranstaltungen

Adresse
EPIZ-Weltraum, Am Sudhaus 2, 12053 Berlin
Schlagworte
Antisemitismus, Erinnerungskultur, Identitätspolitik, Konflikt, Migration, Postkolonialismus, Rassismus, Solidarität
Themenfeld(er)
Konflikte um Selbst- und Weltdeutungen

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FGZ Berlin
Rassistischer Westen und antisemitischer Rest? Globaler Zusammenhalt im Spannungsfeld von postkolonialer Kritik und Antisemitismuskritik
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