Fokusgruppen
Die Fokusgruppen am FGZ dienen der Stärkung der themenfeldübergreifenden Zusammenarbeit und der flexiblen Reaktion auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. Sie ergänzen die Querschnittstagungen, indem sie einen kontinuierlicheren Austausch zu spezifischen Themen ermöglichen, die in mehreren oder allen FGZ-Themenfeldern bearbeitet werden. Ziel ist es, interdisziplinäre Kooperationen zu fördern, neue Forschungsimpulse zu entwickeln sowie zu aktuellen Debatten beizutragen. Die Gruppen entwickeln zu diesem Zweck zum Beispiel interne Workshops, öffentliche Veranstaltungen, Blogreihen oder Publikationen.
Am FGZ sind verschiedene Forscher:innen über die Grenzen der Standorte, Disziplinen und Themenfelder hinweg mit dem Phänomen Antisemitismus befasst. Die Fokusgruppe bündelt diese Expertisen und verfolgt drei Ziele: Sie eröffnet als Netzwerk einen Raum für den Austausch der Forschungserfahrungen. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass diese Expertise am FGZ nach außen sichtbar und ansprechbar ist. Wir stehen sowohl für den fachlichen Austausch mit externen Kolleg:innen als auch für Anfragen aus Politik und Medien zur Verfügung. Nicht zuletzt will das Netzwerk damit die Antisemitismusforschung am FGZ stärken. Geplant sind Workshops und Fachtage zu konkreten Forschungsfragen.
Mitglieder: Dr. Sina Arnold, Dr. Felix Axster, Prof. Dr. Ullrich Bauer, Dr. habil. Mathias Berek, Prof. Dr. Oliver Decker, Dr. Jean-Yves Gerlitz, Dr. Hannah Lotte Lund, Prof. Dr. Gert Pickel, Prof. Dr. Jonas Rees, Dr. Katarina Ristić, Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum
Die Fokusgruppe „Menschenrechte und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ befasst sich mit der Frage, welche Rolle menschenrechtliche Normen und Institutionen für demokratische Stabilität, soziale Teilhabe und gesellschaftliche Kohäsion spielen. Angesichts autoritärer Tendenzen, sozialer Ungleichheit und politischer Polarisierung stehen Menschenrechte weltweit und auch in europäischen Demokratien unter Druck. Ihr Zusammenhang mit gesellschaftlichem Zusammenhalt ist daher ein zentrales Forschungs- und Reflexionsfeld des FGZ.
Die Fokusgruppe versteht Menschenrechte als rechtlich-institutionelles Fundament und als sozialmoralische Infrastruktur demokratischer Gesellschaften. Sie untersucht, wie menschenrechtliche Standards Teilhabe ermöglichen, wie ihre Erosion gesellschaftliche Spaltungen vertieft und welche Bedingungen zu ihrer nachhaltigen Sicherung beitragen. Menschenrechte werden dabei als Querschnittsthema verstanden, das zahlreiche Politik- und Lebensbereiche berührt – von Migration, Bildung und Gesundheit über Arbeit, Wohnen und Digitalisierung bis hin zu Polizei, Justiz und Umweltgerechtigkeit.
Inhaltlich verortet sich die Fokusgruppe in einem breiten interdisziplinären Debattenfeld, das rechtswissenschaftliche, sozialwissenschaftliche, historische, kultur- und sozialpsychologische Perspektiven zusammenführt. Sie knüpft an zentrale FGZ-Themen wie demokratische Institutionen, politische Kultur, soziale Ungleichheit und Konflikte an und macht bestehende Forschung sichtbar, vernetzt sie und entwickelt neue Synergien.
Neben interdisziplinärer Forschung legt die Fokusgruppe einen Schwerpunkt auf reflexive Wissenskommunikation und forschungsbasierten Transfer. Sie versteht sich als interne und externe Expert:innenplattform und bringt wissenschaftlich fundierte Perspektiven in öffentliche, politische und zivilgesellschaftliche Debatten ein. Geplant sind Publikationen in unterschiedlichen Formaten, Workshops und Austauschformate sowie Impulse für eigene Forschungs- und Transferprojekte.
Die Fokusgruppe ist offen für alle interessierten FGZ-Mitglieder und langfristig angelegt. Ziel ist es, menschenrechtliche Perspektiven als zentrales Querschnittsthema im FGZ zu verankern und weiterzuentwickeln.
Mitglieder: Dr. Sina Arnold, Dr. Felix Axster, Prof. Dr. Oliver Decker, Ines Grau, Dr. Natalie Grimm, Prof. Dr. Albrecht Koschorke, Prof. Dr. Stephan Lessenich, Dr. Kathrin Leipold, PD Dr. Barbara Luethi, Dr. Hannah Lotte Lund, Prof. Dr. Maren Möhring, Janine Patz, Prof. Dr. Gert Pickel, Alena Marie Rathke, Christoph Richter, Dr. Verena Schneider, Dr. Alexander Yendell
Kontakt:
- Prof. Dr. Stephan Lessenich (stephan.lessenich@fgz-risc.de)
- PD Dr. Barbara Luethi (barbara.luethi@fgz-risc.de)
- Dr. Alexander Yendell (alexander.yendell@fgz-risc.de)