Hospitanzprogramm „FGZ Science in Practice Policy-Fellowship”

Das „FGZ Science in Practice Policy-Fellowship“ bringt Fach- und Führungskräfte aus Politik, Verwaltung, Medien und Zivilgesellschaft mit Forschenden des FGZ in den direkten Austausch. In vertraulichen Gesprächen lernen beide Seiten die Perspektiven, Fragestellungen und Arbeitsweisen des jeweils anderen kennen – praxisnah, themenspezifisch und auf Augenhöhe.

Ziel des Programms ist es, ein dauerhaftes Netzwerk zwischen Wissenschaft und Praxis aufzubauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt als gemeinsames Arbeitsfeld zu stärken. Seit 2024 ist das Fellowship Teil des renommierten Mercator Science-Policy Fellowship-Programms. Im Mittelpunkt stehen dabei individuelle Begegnungen, fachliche Fragen – und die Chance, gemeinsam voneinander zu lernen. 

 

Eine Teilnahme am FGZ-Hospitanzprogramm „Science in Practice“ erfolgt über das Bewerbungsverfahren auf das Mercator Science-Policy Fellowship-Programm. Dazu müssen ein Bewerbungsbogen, ein tabellarischer Lebenslauf und ein qualifiziertes Referenzschreiben der entsendenden Organisation eingereicht werden.

Die Vertreter:innen aus der Praxis teilen in ihren Bewerbungen ihre Themeninteressen mit und können gezielt Themen auswählen, die am FGZ beforscht werden. Auf Basis dieser Themeninteressen wird für jeden Fellow ein individualisiertes Gesprächsprogramm zusammengestellt, so dass die Fellows unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven auf ihre lnteressensgebiete kennenlernen können. Durch die Beteiligung am Mercator Science-Policy Fellowship-Programm stehen neben Wissenschaftler:innen des FGZ auch weitere Forschende anderer Fachgebiete zu Gesprächen zur Verfügung. Die Fellows können die Gespräche nutzen, um spezifische Fachfragen zu stellen, sich über Grundsatzthemen auszutauschen oder sich einen Überblick zu einem ihnen noch nicht vertrauten Themengebiet zu verschaffen.

Den Kern des Programms bildet eine gemeinsame Präsenzphase von zwei bis drei Tagen an der Goethe-Universität in Frankfurt und nach Bedarf weiteren Wissenschaftseinrichtungen im Rhein-Main-Gebiet. Neben den Gesprächen werden ergänzende Veranstaltungen wie Workshops oder Podiumsdiskussionen angeboten.

Das Programm ist gebührenfrei. Die Übernahme der Reise- und Übernachtungskosten erfolgt durch die entsendende Organisation.

Ein ausführliches FAQ zu Ablauf, Zielgruppen und Bewerbungsverfahren des Programms findet sich auf den Seiten des Mercator Science-Policy Fellowship-Programm. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an den Geschäftsstellenbereich Wissenstransfer unter wisskomm@fgz-risc.de.

Das Fellowship brachte auch in seiner zweiten Ausgabe erfolgreich FGZ-Wissenschaftler:innen mit Fellows aus Politik und Praxis zusammen und bot Raum für intensiven Austausch, gegenseitiges Lernen und den Aufbau nachhaltiger Dialoge, die über das Programm hinaus fortgeführt werden.

Eindrücke der teilnehmenden FGZ-Wissenschaftler:innen: 

Wie gut konntet ihr mit eurer Expertise die Fragen/Bedarfe der Fellows beantworten?

„Weitestgehend ist mein Eindruck, dass ich die Fragen/Bedarfe sehr gut beantworten konnte. An einigen Stellen hätten sich die Fellows klarere Antworten gewünscht, die aber aus Perspektive der Wissenschaft nicht so klar zu geben sind. Ich vermute aber, dass auch das eine hilfreiche Ergänzung gewesen ist.”

„Im Grunde genommen sehr gut, manche Fragen gingen über meine Expertise hinaus - das habe ich dann immer transparent gemacht, dass ich hier nicht auf Grundlage meiner eigenen Forschung antworte […].” 

Was würdet ihr sagen, habt ihr und was haben eure Gesprächspartner aus dem Gespräch mitgenommen?

„Einblicke in die jeweiligen Institutionen und Arbeitsabläufe, Möglichkeiten und Grenzen, Kooperationspotenziale."

„Ich habe mitgenommen, dass es zwischen einem wissenschaftlichen Erkenntnisinteresse und einem politischen Handlungsinteresse Unterschiede gibt, in der Art und Weise, wie auf Themen geschaut wird. Das war eine sehr spannende Erkenntnis, auch vor dem Hintergrund, wie die in meiner Arbeit relevanten Themen in einem praktischen Alltag bearbeitet und verhandelt werden […]." 

„Meine Vermutung ist, dass es alle geschätzt haben, eigene Handlungslogiken mit größerem Abstand zu betrachten und zu relativieren und neue Spielräume auszumachen. Zwei Gesprächspartner*innen sprachen am Ende des Gesprächs sogar davon, dank des Austauschs neue Hoffnung zu schöpfen." 

Was würdet ihr FGZ-Kolleg:innen empfehlen, die noch nicht teilgenommen haben?

„Ausgehend vom Profil der Fellows zu überlegen, was der eigene Punkt sein kann, der gemacht werden soll und auch schon Fragen vorzubereiten, die den Fellow gestellt werden können, damit ein guter Austausch entsteht."

„Ausreichend Offenheit mitbringen, sich auf andere Erfahrungshorizonte einlassen."

„Machen. Hervorragendes Programm." 

 

Teilnehmende FGZ-Wissenschaftler:innen in der Programmphase 2025/26:

 

 

Hier schildern FGZ-Wissenschaftler:innen, die an der Programmphase 2024 des Hospitanzprogramms teilgenommen haben, ihre Eindrücke.
 

Wie habt ihr den Austausch mit den Fellows empfunden?

„Das war jeweils ein wirklich hervorragendes Match. Interessante Gesprächspartner*innen, spannender Austausch, sehr viel positives Feedback und bereits erste Absprachen bezüglich zukünftiger Zusammenarbeit.”

„Ich finde, es gab realistische Erwartungshaltungen auf beiden Seiten und eine große Wertschätzung und Offenheit gegenüber Forschenden und Forschungsarbeit im Allgemeinen […]”

„Sowohl die Fellows konnten die wissenschaftliche Perspektive auf ihre Fragen und Antworten erhalten. Aber auch ich habe mehr Einblick auf die Fragen und Diskurse aus der Praxis der Medien und Ministerien, welche momentan in Bezug auf Demokratie […] und Zusammenhalt umtreiben, erhalten.”

„Für mich: ein interessanter „Reality-check“ und eine bessere Orientierung, welche Aspekte meiner Forschung ganz konkret für die Praxis von Interesse sind sowie das Herunterbrechen der Forschungsergebnisse in konkrete Handlungsempfehlungen.”
 

Was würdet ihr FGZ-Kolleg:innen sagen, die noch nicht teilgenommen haben?

„Macht es! Es ist wirklich ein tolles Programm und eine hervorragende Möglichkeit relevante Stakeholder aus der Praxis kennenzulernen!”

„Auf jeden Fall mitmachen und als Vorbereitung schon einmal überlegen, wie konkrete Handlungsempfehlungen formuliert werden könnten, die man aus der eigenen Forschungsarbeit ziehen kann. Gleichzeitig rate ich zu keiner zu kleinteiligen Vorbereitung, da vor allem die Flexibilität im Gespräch wichtig ist, auf konkrete (und manchmal auch fachfremde) Fragen zu antworten (the „big picture“).”
 

Was braucht es, um mitzumachen?

„Spaß am Austausch und selbst Fragen stellen.”
 

Teilnehmende FGZ-Wissenschaftler:innen an der Programmphase 2024: