Akzeptanz sichern, Wandel gestalten: Sozialpolitik und gesellschaftlicher Zusammenhalt in der sozial-ökologischen Transformation
Die sozial-ökologische Transformation gilt als politisch notwendig – und zugleich als gesellschaftlich umstritten. Doch die Daten zeichnen ein anderes Bild: Eine breite Mehrheit unterstützt Klimaschutz, der Konflikt liegt im „Wie“, nicht im „Ob“. Besonders deutlich wird das an Gruppen, die Klimaschutz befürworten, zugleich aber soziale und wirtschaftliche Risiken fürchten. Genau hier setzt die Veranstaltung an und fragt, wie Transformation sozial verträglich gestaltet werden kann – ohne den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gefährden.
Die sozial-ökologische Transformation ist politisch unumgänglich – zugleich gilt sie vielen als gesellschaftlich umstritten. Der zweite Zusammenhaltsbericht des FGZ zeigt jedoch: Von einer grundlegenden Spaltung kann keine Rede sein. 71 % der Bevölkerung wünschen sich mehr Klimaschutz. Der Konflikt liegt weniger im Ob als im Wie der Transformation. Wie schwierig die Suche nach dem ‚Wie‘ sein könnte, lässt sich gut an einem der am FGZ entwickelten ‚Klimatypen‘ demonstrieren: Die Besorgten (18 %) erkennen zwar in hohem Maße die Gefährlichkeit des Klimawandels an und wünschen sich mehr Klimaschutz, sie haben aber zugleich große Sorgen vor Folgen von Klimapolitik für den eigenen Lebensstandard und die wirtschaftliche Situation in Deutschland. Die Sorge, mit den Herausforderungen der Transformation alleine gelassen zu werden, könnte ein Grund für die gegenwärtige Transformationsblockade sein.Vor diesem Hintergrund diskutiert die Veranstaltung aus lokaler und sozialpolitischer Perspektive:
• Wo stehen wir aktuell in der Transformation?
• Drohen Blockaden – oder erleben wir den Backlash bereits?
• Welche Rolle spielt Sozialpolitik für Akzeptanz und Transformationsbereitschaft?
• Welche politischen Spielräume bestehen auf Landes- und kommunaler Ebene?
Die öffentliche Abendveranstaltung kombiniert einen kurzen wissenschaftlichen Input mit einer Podiumsdiskussion aus Politik und Wissenschaft unter Einbeziehung des Publikums. Ziel ist es, Transformation als gesellschaftliches Gestaltungsprojekt zu diskutieren – und zu fragen, wie Zusammenhalt und Sozialpolitik zu seinem Gelingen beitragen können.
Eine gemeinsame Veranstaltung des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) und des Deutschen Instituts für interdisziplinäre Sozialforschung (DIFIS)
Veranstaltungen
- Address
- Am Deich 86, 28199 Bremen
- Teilnahme
- keine Kosten, keine Anmeldung, Hybridteilnahme nicht möglich, barrierefrei, All-Gender-Toiletten verfügbar
- Schlagworte
- Demokratie, Infrastrukturen, Partizipation/Teilhabe, Solidarität, Ungleichheit
- Themenfeld(er)
- A: Politik des demokratischen Zusammenhalts , B: Sozioökonomische Status- und Verteilungsordnungen , C: Bereitstellung öffentlicher Güter und Infrastrukturen
- Zielgruppe
- Interessensvertreter:innen (Politik und Wirtschaft) , Interessierte Bürger:innen , Medienvertreter:innen , Mitarbeiter:innen politischer Institutionen und Verwaltungen , Multiplikatoren der (politischen) Bildung , Politische Entscheidungsträger:innen , Wissenschaft , Zivilgesellschaftliche Multiplikatoren

