LGBTQI*-Menschen am Arbeitsmarkt: hoch gebildet und oftmals diskriminiert
Lisa de Vries, Mirjam Fischer, David Kasprowski, Martin Kroh, Simon Kühne, David Richter, Zaza Zindel | 2020
In Deutschland hat sich die gesellschaftliche Akzeptanz von LGBTQI*-Menschen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert und die rechtliche Gleichstellung am Arbeitsmarkt wurde durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz gestärkt. Dennoch berichten knapp 30 Prozent derjenigen, die sich der Gruppe der LGBTQI*-Menschen zuordnen, von Benachteiligungen im Arbeitsleben. Dies ist das Ergebnis einer Befragung des Sozio-oekonomischen Panels und der Universität Bielefeld. Ebenso ist fast ein Drittel der LGBTQI*- Menschen nicht oder nur teilweise gegenüber Kolleg:innen geoutet. Insbesondere Trans*-Menschen berichten häufig von Diskriminierungserfahrungen im Arbeitsleben. Für LGBTQI*-Menschen, die durchschnittlich höher gebildet sind als die heterosexuelle Bevölkerung, gehört ein offenes Betriebsklima ihnen gegenüber zu den wichtigsten Kriterien für die Wahl eines Arbeitgebers. Ein diskriminierungsarmes Arbeitsumfeld reduziert kurz- und langfristige Arbeitsmarktnachteile von (potentiellen) Beschäftigten und erhöht die Attraktivität von Unternehmen für LGBTQI*-Menschen.
Publikationen
- Publikationsdatum
- 01.01.2020
- Sprache
- German
- Publikationsart
- Policy Paper
- Fachrichtung(en)
- Soziologie (oeffnet in neuem Fenster)
- Zielgruppe
- Interessierte Bürger:innen (oeffnet in neuem Fenster), Medienvertreter:innen (oeffnet in neuem Fenster), Mitarbeiter:innen politischer Institutionen und Verwaltungen (oeffnet in neuem Fenster)
- Empfohlene Zitierweise
- de Vries, Lisa et al. 2020. LGBTQI*-Menschen am Arbeitsmarkt: hoch gebildet und oftmals diskriminiert. In: DIW Wochenbericht 36: 619-627.
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