Importierter Antisemitismus? Empirische Befunde zu antisemitischen Einstellungen in Deutschland

Sina Arnold, Neta-Paulina Wagner, Kien Tran, Armin Langer  | 2025

Das DeZIM Working Paper untersucht das verbreitete Narrativ des „importierten Antisemitismus“ in der deutschen postmigrantischen Gesellschaft. Ausgehend vom Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 und den darauffolgenden politischen Debatten in Deutschland prüft die Studie die sogenannte Importthese empirisch und analysiert die gesellschaftspolitische Funktion dieser Deutung. Die Ergebnisse zeigen: Antisemitismus lässt sich nicht auf Herkunft oder Religion reduzieren. Er entsteht in einem komplexen Zusammenspiel von Migrationserfahrungen, politischer Orientierung, Erinnerungskultur und sozialem Umfeld. Besonders sichtbar wird der Einfluss politischer Parteipräferenzen sowie die Verschränkung von antisemitischen und antimuslimischen Einstellungen. Das Working Paper plädiert für einen transnationalen, herkunftssensiblen und kontextspezifischen Ansatz der Antisemitismusforschung, der pauschale Zuschreibungen vermeidet und neue Erhebungsinstrumente entwickelt. Grundlage der Analyse bildet eine repräsentative Befragung des NaDiRa.panels mit 6.295 Teilnehmenden.

Publikationen

Publikationsdatum
25.11.2025
Sprache
German
Publikationsart
Working Paper
Empfohlene Zitierweise
Arnold, Sina, Neta-Paulina Wagner, Kien Tran und Armin Langer. 2025. Importierter Antisemitismus? Empirische Befunde zu antisemitischen Einstellungen in Deutschland. DeZim Working Paper 10.

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