Free Palestine from German Guilt? Zum Verhältnis von Postkolonialismus und Antisemitismus

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Mannheim

Ob Hitlergrüße auf der Straße, „Judenwitze“ auf Schulhöfen oder verschwörungsideologisches Geraune über vermeintlich jüdische Interessen während der Pandemie, bereits vor dem 7. Oktober 2023 war Antisemitismus in Deutschland gegenwärtig. Dann kam mit dem Terroranschlag der Hamas auf Israel und dem anschließenden Krieg in Gaza die Zäsur – entsprechend war auch die Debatte um Antisemitismus danach eine andere. Die Antisemitismusforscherin Monika Schwarz-Friesel schrieb hierzu schon vor Jahren: „Antisemitismus artikuliert sich wie ein Chamäleon: Die Oberfläche passt sich den aktuellen Gegebenheiten an, die semantische Entwertung von Juden bleibt.“

Propalästinensische Demonstrationen an Universitäten wurden medial häufig in den Zusammenhang mit Postkolonialismus und Antisemitismus gerückt. Während postkoloniale Theorien Machtverhältnisse und Unterdrückung kritisch hinterfragen, geraten sie zunehmend in die Kritik, antisemitische Narrative zu fördern oder zu verharmlosen. Wie beeinflussen postkoloniale Diskurse den Blick auf jüdische Geschichte und den Nahostkonflikt? Und wie können wir diese Spannungen erkennen, analysieren und produktiv bearbeiten, ohne das eine gegen das andere auszuspielen?

Veranstaltungen

Address
Dorint Kongresshotel, Friedrichsring 6, 68161 Mannheim
Schlagworte
Antisemitismus, Erinnerungskultur, Identitätspolitik, Konflikt, Partizipation/Teilhabe, Postkolonialismus, Rassismus
Themenfeld(er)
Konflikte um Selbst- und Weltdeutungen

Referent:innen

Arbeitspakete

D_03
FGZ Berlin
Rassistischer Westen und antisemitischer Rest? Globaler Zusammenhalt im Spannungsfeld von postkolonialer Kritik und Antisemitismuskritik
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