Bio-Brot und Hakenkreuz. Die Demeter-Bewegung und der Nationalsozialismus
Diskussion vom FGZ Berlin, der Naturfreundejugend Berlind und der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz, moderiert von Dr. Sina Arnold
Heutzutage genießen Demeter, Weleda und andere Biomarken ein progressives Image. Während der NS-Zeit allerdings war die biodynamische Bewegung in viele Aspekte der nationalsozialistischen Umweltpolitik verstrickt. Mit dieser schwierigen Vergangenheit tun sich die Anhänger:innen Rudolf Steiners schwer. Der Vortrag geht der komplexen Geschichte der biodynamischen Bewegung zwischen 1933 und 1945 nach, als Beispiel der historischen Gemengelage von Reformbewegungen im Zusammenspiel mit dem Nationalsozialismus.
Der Referent Prof. Peter Staudenmaier ist Sozialökologe und Historiker und seit 1989 beim Institute for Social Ecology in den USA aktiv. Seit über zwei Jahrzehnten engagiert er sich aktiv in der anarchistischen Bewegung, der Umweltbewegung und der Genossenschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten und in Deutschland. Er lebt in Wisconsin und lehrt Geschichte an der Marquette University in Milwaukee. Vor Kurzem erschien sein Buch „The Politics of Nature in Nazi Germany: Environmental Ideals and the Myth of Blood and Soil“ bei Cambridge University Press. Die Veranstaltung findet auf deutsch statt.
Eine Kooperation des Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ), der Naturfreundejugend Berlin und der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN).
Veranstaltungen
- Address
- Naturfreundejugend e.V., Weichselstr. 13, 12045 Berlin
- Teilnahme
- Veranstaltung kostenfrei, keine Anmeldung benötigt
- Schlagworte
- Antisemitismus, Extremismus, Klima/Ökologie, Rassismus, Raum/Region
- Themenfeld(er)
- Konflikte um Selbst- und Weltdeutungen


