Armut als Prüfstein für den gesellschaftlichen Zusammenhalt
Vortrag von Autor und Soziologe Christopher Wimmer mit anschließender Diskussion. Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung der Arbeitnehmerkammer Bremen, des Deutschen Instituts für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS) und des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ).
Im Mittelpunkt des Abends stehen zwei Bücher, die Armut und Marginalisierung nicht als individuelles Scheitern, sondern als Ausdruck sozialer Verhältnisse begreifen. In „Die Marginalisierten“ und „Leben ganz unten“ untersucht Christopher Wimmer, wie Menschen in soziale Randlagen geraten und wie sich diese Lage in ihrem Alltag, in ihren sozialen Beziehungen und in ihrem politischen und kulturellen Ausschluss fortsetzt. In dem in den Büchern Gespräche mit Betroffenen mit einer Analyse von Bürgergeld, Sozialkürzungen, Wohnungsnot, prekärer Arbeit und den Folgen von Vereinzelung verschränkt werden, bieten sie sowohl soziologische Analyse als auch lebensweltliche Einblicke in das „Leben ganz unten“. Dabei sind Armut und Marginalisierung keine Randthemen, sondern Prüfsteine für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Abend soll daher auch dazu genutzt werden, um über Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu diskutieren. Gerade dort, wo Menschen aus Teilhabe herausfallen, zeigt sich, wie belastbar oder lückenhaft der gesellschaftliche Zusammenhalt tatsächlich ist.
Veranstaltungen
- Address
- Haus der Wissenschaft, Kleiner Saal, Sandstr. 4/5, 28195 Bremen
- Teilnahme
- Teilnahme kostenlos, Anmeldung nicht nötig, Präsenzveranstaltung
- Schlagworte
- Demokratie, Konflikt, Partizipation/Teilhabe, Solidarität, Ungleichheit
- Themenfeld(er)
- A: Politik des demokratischen Zusammenhalts , B: Sozioökonomische Status- und Verteilungsordnungen
- Zielgruppe
- Interessierte Bürger:innen , Wissenschaft


