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Historikerin Angelika Epple zur Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats des FGZ gewählt

Was erzeugt und was gefährdet gesellschaftlichen Zusammenhalt? Wie wirkt gesellschaftlicher Zusammenhalt und wie variiert seine diskursive Produktion historisch und regional? Diese Fragen untersucht das bundesweite Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) an seinen elf Standorten. Um den komplexen Forschungsprozess kritisch zu begleiten, hat das FGZ einen Beirat berufen, der nun die Bielefelder Historikerin Prof. Dr. Angelika Epple einstimmig zu seiner Vorsitzenden gewählt hat.

Die geschäftsführende Sprecherin des FGZ, Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, graulierte der Bielefelder Historikerin zur Wahl: „Wir freuen uns, mit Angelika Epple eine Kollegin zur Seite zu haben, die einerseits langjährige Erfahrungen in der Beratung und Leitung von interdisziplinären Forschungsverbünden hat und die andererseits eine exzellente international und historisch vergleichende Forschungsperspektive in das FGZ trägt“.

Mit den anstehenden Aufgaben im Wissenschaftlichen Beirat des FGZ hat sich Angelika Epple bereits vertraut gemacht: „Zu den vorrangigen Zielen des unabhängigen Gremiums gehören in der ersten Förderphase bis 2024 im Rahmen einer Evaluation die Arbeitsfortschritte kritisch zu prüfen und strategische Perspektiven aufzuzeigen“ so die neue Vorsitzende. „Unsere Empfehlungen können dann innerhalb des FGZ genutzt werden, um sich thematisch und wissenschaftlich weiter zu profilieren und um ein Zukunftskonzept für die Förderung nach 2024 zu entwickeln. Ich freue mich auf diese Aufgabe.“

Auf der zweiten virtuellen Sitzung des interdisziplinär und international besetzten Gremiums, zu der auch der Vertreter des BMBF, Dr. Bernhard Klingen, anwesend war, nahm der Beirat einen Bericht der Sprecher:innen zur Governance und den zentralen administrativen Servicebereichen der ortsverteilten Geschäftsstelle entgegen und beriet über Kriterien und Verfahrensweisen für die für 2022 vorgesehene Evaluierung der Forschungstätigkeit sowie über die Innovations- und Strategiefähigkeit des FGZ.

Weitere Informationen:

Aufgabe des Wissenschaftlichen Beirats ist es, die Arbeit des FGZ kritisch zu begleiten und hinsichtlich seiner strategischen Ausrichtung zu beraten. Die Mitglieder wurden auf Vorschlag des Institutsrats des FGZ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung aufgrund ihrer thematischen Expertise und wissenschaftlichen Exzellenz berufen.

Dem international und interdisziplinär besetzten Gremium gehören an:

Prof. Dr. Silke Adam - Kommunikationswissenschaften, Universität Bern
Prof. Dr. Angelika Epple - Geschichtswissenschaften, Universität Bielefeld, Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats des FGZ
Thomas Krüger – Präsident Bundeszentrale für politische Bildung
Prof. Dr. Steffen Mau - Soziologie, Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Wolfgang Merkel - Politikwissenschaften, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix - Geschichtswissenschaften, Sorbonne Université
Prof. Dr. Jan-Werner Müller - Politikwissenschaften, Princeton University
Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz - Erziehungswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Shalini Randeria - Anthropologie, Rektorin und Präsidentin der Central European University, Wien
Dr. Matthias Schulze-Böing - Stadt Offenbach am Main, Beauftragter für besondere Aufgaben
Prof. Dr. Angelika Epple lehrt Geschichte an der Universität Bielefeld. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Global- und Verflechtungsgeschichte der Moderne. In Bielefeld war sie u.a. Sprecherin des SFB 1288 "Praktiken des Vergleichens. Die Welt ordnen und verändern" (2017-2021) und Prorektorin für Internationales und Diversität (2015-2021). Seit Oktober 2021 hat sie das Amt der Prorektorin für Forschung und Internationales übernommen. Frau Epple ist Mitglied in mehreren Beiräten von Forschungseinrichtungen und Zeitschriften sowie Mitherausgeberin z.B. der Zeitschrift: "Neue Politische Literatur" (NPL). Hier sind weitere Informationen zu Prof. Dr. Epple zu finden.

Das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) (https://www.fgz-risc.de/) wurde 2020 gegründet, um interdisziplinäre geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt über 11 Standorte hinweg zu bündeln und innovativ voranzutreiben. Seine rund 200 Forscher:innen analysieren Identitäten und regionale Erfahrungswelten, Ungleichheiten und Solidarität, Medien und Konfliktkultur, Polarisierung und Populismus, aber auch Antisemitismus und Hasskriminalität und erforschen diese im europäischen Vergleich und darüber hinaus. Zum FGZ gehören die Technische Universität Berlin sowie die Universitäten Bielefeld, Bremen, Frankfurt, Halle-Wittenberg, Hannover, Konstanz und Leipzig sowie das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen, das Leibniz-Institut für Medienforschung Hamburg und das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena. Die Geschäftsstelle des Instituts ist an den drei koordinierenden Standorten Bremen, Frankfurt und Leipzig angesiedelt.

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