Am 22. Mai 2026 trafen sich in Leipzig zum zweiten Mal Forschende des FGZ und Medienschaffende des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) zu einem gemeinsamen Workshop – und die Stimmung im Raum ließ keinen Zweifel daran, dass diese Zusammenarbeit etwas Besonderes ist. Im Mittelpunkt standen diesmal die bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt.
Den Auftakt machten fünf Wissenschaftler:innen aus dem FGZ mit Einblicken in ihre aktuelle Forschung: Prof. Dr. Gert Pickel und Dr. Jakob Hartl beleuchteten Einstellungsmuster und Wahlverhalten in Sachsen-Anhalt, Dr. Mario Hesse die finanzielle Lage des Bundeslandes, Dr. Axel Salheiser Einstellungen zum Klimawandel und Svenja Oltmanns Unsicherheitsgefühle im öffentlichen Raum. Drei MDR-Redaktionen steuerten anschließend konkrete Beispiele aus ihrer Berichterstattung zu verschiedenen Landtagswahlen bei und lieferten damit reichlich Gesprächsstoff.
In lebhaften Kleingruppen wurde dann über die Herausforderungen der verschiedenen Medienformate diskutiert sowie darüber, wie sich gesellschaftliche Konflikte medial begleiten lassen. Ein zentrales Thema dabei war, wieviel „Streitbereitschaft“ Redaktionen brauchen. Die „Harmonie-Mutti der Nation“ seien Medien schließlich nicht, brachte es eine Teilnehmerin treffend auf den Punkt.
Am Ende war eines klar: Wissenschaft und Praxis profitieren gleichermaßen von diesem Format, in dem beide Seiten füreinander als Sparringspartner dienen und voneinander lernen. Die große Zufriedenheit der Teilnehmenden beider Institutionen sprach für sich – ein dritter Workshop soll folgen.
