Was hält uns zusammen? Das Regionalpanel als Ausgangspunkt einer Krisen- und Selbstbestimmung

Angelina Göb  | 2024

In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, inwiefern ein Fragebogen mit dem Titel »Was hält uns zusammen?« krisenhaft erfahren wird und wie sich Befragte des Regionalpanels aus Hannover hierzu positionieren. Auswertungsgrundlage sind Antwortschreiben von Umfrageteilnehmer:innen, denen Stellungnahmen aus dem offenen Fragebogenfeld des Panels gegenübergestellt werden. Festzuhalten ist, dass beide Beteiligungsformen von der Norm(alitäts)erwartung an eine Fragebogenroutine abweichen und ambivalente Haltungen gegenüber dem Instrument und dessen Inhalt widerspiegeln, daher sinnrekonstruktiv erschlossen werden. Dafür fokussiere ich, entlang des Oevermannschen Modells von Krise und Routine, auf Positionierungspraktiken, die infolge der Aufforderung zur Teilnahme am Fragebogen und der Konfrontation mit der übergeordneten Fragebogenfrage evident werden. Während Zusammenhalt manifest über die Begriffe Exklusion (aktiv/passiv), Isolation (öffentlich/privat) und soziale Entfremdung (Ich/Wir) bestimmt wird, ist für die praktische Bearbeitung der Zusammehnhaltsfrage der individuierte Gestaltungswille und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit handlungsleitend. Die Prädizierung der Krise und des Selbst erfolgt im Spannungsfeld einer ich- bzw. wir-bezogenen (Nicht-)Kooperation.

Date
07.02.2024
Language
German
Series
RISC Series
Discipline
Audience

Contributing RISC authors

Work Packages

HAN_F_01
RISC Hannover
Cohesion in and through Neighbourhoods: Neighbourhood Studies and Regional Panel North Rhine-Westphalia and Lower Saxony
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HAN_F_02
RISC Hannover
Spaces of Encounter and Cohesion: A Comparative Study in Halle and Hannover
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BIE_F_04
RISC Bielefeld
Zusammenhalt in und durch Nachbarschaften – Stadtteilstudien und Regionalpanel NRW und Niedersachsen
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