

In diesem Artikel werden die Erfolgsbedingungen der Rechtsaußenpartei AfD exemplarisch am Beispiel der Ergebnisse der Kommunal-, Landtags- und Europawahlen in den Gemeinden des ostdeutschen Bundeslandes Thüringen analysiert. Im Zuge der Wahlen 2024 übertraf die AfD in Thüringen ihre bisherigen Ergebnisse deutlich, stellte erstmalig einen Landrat und wurde bei der Landtagswahl mit Abstand stärkste Kraft. Als Ursachen für das Erstarken der AfD werden soziodemografische, sozioökonomische und infrastrukturelle Problemlagen und Disparitäten diskutiert. Aber auch Merkmale der politischen Kultur, bspw. kollektiv geteilte Demokratieunzufriedenheit und ethnozentrische Einstellungen, werden als Erklärungsfaktoren angeführt. Die unterschiedlichen Erklärungsansätze und der Erklärungsbeitrag einzelner Einflussfaktoren auf die AfD-Wahlergebnisse werden mittels multivariater Regressionsanalyse untersucht.