8. Netzwerke der Solidarität und des Vertrauens: Neue Ansätze der gewerkschaftlichen Vernetzung und Organisierung in globalen Automobilwertschöpfungsketten

Hendrik Simon  | 2026

Wie können Arbeiter:innen über nationale Grenzen hinweg Solidarität entwickeln, wenn sie doch zumindest potenziell in einem Standortwettbewerb zueinander stehen? Das Kapitel zeigt, dass eine mögliche Antwort auf diese Frage die Entwicklung von Vertrauen zwischen Arbeiter:innenvertretungen in transnationalen Netzwerken ist. Vorliegend wird dies anhand der von der IG Metall initiierten Internationalen Netzwerkinitiative (NWI) untersucht. Die NWI verfolgte zwischen 2012 und 2024 das Ziel, Arbeiter:innenvertreter:innen in Transnationalen Unternehmen (TNU) auf transnationaler und lokaler Ebene miteinander zu vernetzen, um so echte Gegenmacht von Arbeiter:innen entlang der globalen Automobilwertschöpfungskette zu entwickeln. Auf der Grundlage qualitativer und teilnehmend-beobachtender Forschung, die von 2016 bis 2024 in NWI-Vernetzungsprojekten in Finnland, Marokko, Mexiko und Südafrika durchgeführt wurde, argumentiere ich, dass die Schaffung von Vertrauen in globalen Wertschöpfungsketten voraussetzungsvoll ist und mit einigen Herausforderungen einhergeht – sie aber, wie das Beispiel der gelungenen Vernetzung von Arbeiter:innenvertreter:innen des Autozulieferers Lear in Südafrika zeigt, prinzipiell durchaus möglich ist.

Publications

Date
24.02.2026
Language
German
Publication Type
Contribution to edited volume
Sources
Simon, Hendrik. 2026. 8. Netzwerke der Solidarität und des Vertrauens: Neue Ansätze der gewerkschaftlichen Vernetzung und Organisierung in globalen Automobilwertschöpfungsketten. In: Arbeitswelten. Neue Perspektiven aus Räumen der Re/Produktion, hrsg. v. Michaela Doutch, Anne Engelhardt, Tatiana López, Saumya Premchander und Miriam Wenner. Berlin/Heidelberg: Springer.

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