„Kolonialer Frühfaschismus“. Zur longue durée des Historiker:innen-Streits 2.0

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Berlin (hybrid)

Die Vorlesungsreihe widmet sich gegenwärtigen Trends der Abwendung von demokratischen Prinzipien und Rechtsstaatlichkeit sowie der Entmenschlichung vermeintlich gefährlicher Personen. In einer Zeit, in der sich multiple existenzielle Krisen überlagern, gegenseitig verschärfen und gleichzeitig im solidarischen Miteinander bearbeitet werden müssten, erleben wir entmutigende Politiken der Spaltung und Destruktion. Diese Dynamiken, die sich konkret an unterschiedlichen Schauplätzen und transdisziplinär beobachten lassen, bilden Anlass und Hintergrund für die semesterübergreifende Reihe im Wintersemester 2025/26 und Sommersemester 2026.

Der Begriff „kolonialer Frühfaschismus“ stammt aus den frühen 1980er Jahren. Er nimmt gewissermaßen das vorweg, was gegenwärtig unter dem Stichwort „Historiker:innen-Streit 2.0“ heiß diskutiert wird. Der Vortrag wird die Genese der Denkfigur des kolonialen Frühfaschismus nachvollziehen, die eine selbstverständliche Gleichzeitigkeit und Gleichwertigkeit von Antikolonialismus und Antifaschismus suggeriert. Hintergrund ist nicht zuletzt die aktuelle Konjunktur der Faschisierung, die mit einer Konjunktur des Kolonialrevisionismus einhergeht.

Events

Address
Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Eberhard-Lämmert-Saal, Eingang Meierottostr. 8, 10719 Berlin
Participation
Der Eintritt ist frei, Anmeldung nicht nötig, hybride Teilnahme möglich.
Keywords
Antisemitismus, Demokratie, Erinnerungskultur, Konflikt, Polarisierung, Postkolonialismus, Rassismus, Solidarität
Research Area(s)
Konflikte um Selbst- und Weltdeutungen

Referent:innen

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RISC Berlin
Rassistischer Westen und antisemitischer Rest? Globaler Zusammenhalt im Spannungsfeld von postkolonialer Kritik und Antisemitismuskritik
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